"Ich habe menschliche Körper in Umarmung, in Erregung dargestellt. Leiber, die sich aneinander schmiegen, die sich wild umschlingen oder sich voneinander losreißen .... Das sind erregte Naturformen. Die Natur ist immer schön."
(Auguste Rodin)
Liebe Kunstfreundin, lieber Kunstfreund,
Herzlich willkommen auf meiner Webseite. Sie finden hier einen Überblick über mein Schaffen, aber auch Informationen über mich selbst, meinen künstlerischen Werdegang und meine künstlerische Zielsetzung.
In meinen Werken verfolge ich den Stil der figurativen Plastik eines Auguste Rodin, der ausgangs des 19. Jahrhunderts die Schwelle zur Moderne und Abstraktion markierte. Warum dieser Schritt zurück in einen anderen als den heute gewohnten Stil? - Ich glaube, dass ich meine Zielsetzung, über die Sie unten mehr nachlesen können, so besser erreichen kann. Ich lasse also bewusst einen vergangenen Stil wieder aufleben, um damit meine Botschaft zu transportieren und ich freue mich, wenn Sie sich darauf einlassen.
"Betont lasziv", aber auch "anmutig-erotisch" oder "provokativ" - so werden meine Skulpturen und Plastiken von Kritikern beurteilt. Wobei aus meiner eigenen Sicht das eine das andere nicht ausschließt. Aber urteilen Sie selbst; ich lade Sie herzlich ein, einen Rundgang durch meine Galerien zu unternehmen und sich ein eigenes Bild zu machen. Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn Sie Ihren Eindruck auch im Gästebuch hinterlassen würden.
Die Schönheit des menschlichen Körpers, so wie ich sie sehe und verstehe zu zeigen, ist mir in der Gestaltung von Akt-Keramiken ein wesentliches Anliegen. Zur Schönheit gehört für mich auch Harmonie, die Harmonie zweier Körper, des männlichen und des weiblichen, aber auch zweier gleichgeschlechtlicher Körper. Aus Harmonie entstehen Zärtlichkeit und Erotik, die mir im Ausdruck vor allem der Paar-Akte besonders wichtig sind.
Etwas stört mich hierbei in der allgemeinen Kunstszene: die "keusche Verlogenheit" in der Abbildung des menschlichen Köpers, die dazu führt, dass die geschlechtlichen Körperteile entweder gar nicht oder mehr oder weniger "verkümmert" dargestellt werden. Ich weiß, dass ich mit dieser Aussage jetzt sehr provoziere. Ich selbst werde meine Werke an der Realität der Natur orientieren, auch wenn meine Werke dann vielleicht den Eindruck des "Krawalls" hervorrufen.
Schönheit, Harmonie und Zärtlichkeit sind aber auch Werte, die leicht verletzbar sind. Dies drückt sich auch in der Wahl des Werkstoffes aus, denn Keramik ist nun einmal auch ein leicht verletzbares Material.
Bei einem Teil meiner Werke geht es mir aber auch um mehr:
Sexualität und Erotik, zwei Themen, über die oft gar nicht, oder wenn, dann zotig gesprochen wird. Dabei gehören beide zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Selbst vielen Paaren fällt es schwer, über diese Bedürfnisse zu sprechen und dies mag auch ein Grund für steigende Scheidungsraten sein.
Auch mir wurde in jungen Jahren immer wieder bedeutet, dass dies "Pfui"-Themen seien und dass Sex und Erotik "schmutzig" seien. Schon als Kind habe ich mich dagegen aufgelehnt und für mich beschlossen, dass ich alles erst einmal selbst sehen und erleben wollte, um mich dafür oder dagegen zu entscheiden. So war ich zur damaligen Zeit schon Revolutionärin und bin es heute manchmal auch noch.
Sexualität und Erotik haben für mich immer auch damit zu tun, die eigenen Erfahrungen auszuweiten und auch einmal sog. Grenzerfahrungen zu erleben, auszubrechen aus dem Gefängnis der eigenen Prägung und Erziehung. Dabei hat für mich jeder Körper, ob vollschlank wie Natalia oder magersüchtig wie Paola, etwas erotisches, es liegt allein am Betrachter, diese Erotik zu sehen oder zu empfinden.
Meine Skulpturen sind voll ausgearbeitet, sie drücken Erotik, Körperlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität aus. Ich möchte damit Anlass geben, einmal ohne Scham über die schönste (Neben)sache der Welt zu sprechen, vielleicht auch einmal über eigene Erfahrungen und Wünsche nachzudenken. Wenn mir dies gelingt, so ist mir dies Ansporn und Lohn zugleich.